21 Januar 2006

18 Januar 2006

Interesse am Gesundheitstag

Zitat: "Zahlreiche Besucher hatten den Tag der offenen Tür bei Center Sports in Staudt genutzt, um sich über die Gesundhaltung von Körper, Geist und Seele zu erkundigen. Geschäftsführerin Sybille Ramb: "Ein Tag mit so vielen Gesundheitsinformationen wird immer wieder angenommen. Dass so viele Menschen hierher kommen, damit hatte ich nicht gerechnet." Überall auf den Aktionsflächen herrschte Hochbetrieb. Geduld mitbringen mussten diejenigen, die ihre Gesundheit kostenlos testen lassen wollten. Neben einer Ernährungsberatung für Kinder und Senioren gab es eine Laufband-Analyse, dazu eine sportmedizinische Beratung von Dr. Karl Schuster und Matthias Hötzel, Muttermal-Vorsorge-Untersucherungen von Hautarzt Dr. Joachim Löchner, oder Körper-Fettwert-Analysen und Venenmessungen durch Dr. Nayeri von der Stein-Apotheke." Quelle: Westerwälder Zeitung vom 18.01.2006, Seite 18.

Ein Votum für die VG-Verwaltungen

Reform-Debatte bestimmt Diskussion beim Neujahrsempfang in Wirges

Zitat: "Die Ortsgemeinden sind "heilig" und Verbandsgemeinden von ihrer Aufgabenstruktur her ebenfalls eine unverzichtbare und effiziente Verwaltungsstruktur, die nicht angetastet werden darf: Beim Neujahrsempfang der VG Wirges, zu dem Bürgermeister Michael Ortseifen am Dienstagabend nach Bannberscheid geladen hatte, warnte Gastredner Reimer Steenbock, Verbandsdirektor des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, eindringlich davor, Hand an diese Gebietskörperschaften anzulegen.

BANNBERSCHEID. Im Vorfeld der rheinland-pfälzischen Landtagswahlen, im Zuge derer derzeit auch eine Verwaltungsreform mit einer Auflösung der Verbandsgemeindestruktur diskutiert wird, beherrschte vor allem ein Thema den traditionellen Neujahrsempfang der VG Wirges: Sind die kleinsten Einheiten regionaler Gebietskörperschaften, also auch die eigenständig fungierenden Ortsgemeinden, noch zukunftsfähig?

Mit einem entschiedenen "Ja" beantwortete Bürgermeister Michael Ortseifen diese Frage. Schon jetzt könnten etliche Ortsbürgermeister in größeren Gemeinden ihre Aufgabenpensum auf ehrenamtlicher Ebene kaum noch bewältigen. Ohne die "Verwaltungshilfe" der Verbandsgemeinden breche das System hier schlichtweg zusammen. Zudem warnte Ortseifen davor, dass das Schreckgespenst neuer "Einheitsgemeinden" das ehrenamtliche politische Engagement in seinen Grundfesten bedrohe.

So erklärte der VG-Chef weiter: "Zur Zeit sind in der Verbandsgemeinde Wirges etwa 300 Personen kommunalpolitisch tätig. Könnten wir ein solches Potenzial gewinnen, wenn wir an Stelle unserer zwölf Gemeinden und der Verbandsgemeinde nur noch eine Einheitsgemeinde hätten? Wohl kaum!"

Doch der Gastgeber des Neujahrsempfangs erhielt Schützenhilfe. Dies nicht nur von einer höheren, sondern auch von einer in dieser Frage sicherlich unabhängig argumentierenden Ebene - nämlich in Person von Reimer Steenbock, Verbandsdirektor und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz. Und der brach ebenso wie Ortseifen eine Lanze für den Erhalt von Orts- und Verbandsgemeindeverwaltungen.

Zudem wagte Steenbock eine Prognose, die die rund 200 anwesenden Orts- und VG-Räte zunächst einmal beruhigt haben dürfte: "Die Ortsgemeinden sind heilig. Daran wird sich auch in den nächsten zehn Jahren nichts ändern." In abgeschwächter Form gelte dies auch für die VG-Struktur. Denn wenn die von einigen politischen Gruppierungen angestrebte Auflösung der Verbandsgemeinden so aussehe, wie die der Bezirksregierungen, dann müsse sich niemand fürchten. Damals hätten drei Behörden an drei Standorten mit drei Personalkörpern einfach einen neuen Namen bekommen. Steenbock: "Demnach würden 163 neue Schilder gedruckt, aus der Verbandsgemeinde wird die Kommunalverwaltung und fertig ist"s."

So einfach dürfe man es sich aber nicht machen, wolle man den Verwaltungsapparat wirklich effizienter und effektiver gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, stellte der Redner des Gemeinde- und Städtebundes allerdings im Anschluss nicht die VG-Struktur generell in Frage, sondern forderte vielmehr, Zuständigkeiten von "oben nach unten" zu verteilen.

Als Beispiele nannte Steenbock unter anderem das Kfz-Zulassungswesen und die Schulverwaltung bis zur Realschulebene. Beides lasse sich im Sinne von mehr Bürgernähe spielend von den Landkreisen in den Hoheitsbereich der Verbandsgemeinden übertragen. Darüber hinaus forderte Steenbock, in den Verbandsgemeinden so genannte Bürgerbüros zu etablieren, die fach- und kompetenzübergreifend erste Anlaufstelle für alle Fragen des Bürgers sein müssten.

Einsparpotenzial liege zudem in etlichen Doppelzuständigkeiten. Auf kleiner, aber auch auf großer Ebene. So müsse die Frage erlaubt sein, ob sich jede Ortsgemeinde neben der von den Verbandsgemeinden vorgehalten Infrastruktur beispielsweise einen eigenen Bauhof oder eine eigene Feuerwehr leisten müsse und vor allem überhaupt könne. Steenbock: "Hier werden vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit künftig mehr Kooperationen gefordert sein."

Gleiches gelte allerdings auch für das Beispiel der kreisfreien Städte im Land, deren Überführung in die Landkreise sicherlich in künftigen Diskussionen kein Tabu mehr sein dürfe.", Zitat Ende. Quelle: Westerwälder Zeitung vom 18.01.2006, Seite 20.

12 Januar 2006

Staudter kehren aus Erdbebengebiet zurück (heute vor 25 Jahren)

Zitat: "Vor 25 Jahren kehrte, wie die WZ berichtete, das 19-köpfige Staudter Hilfsteam aus dem süditalienischen Erdbebengebiet zurück, wo man u. a. auch eine Spende von 6000 Mark überreicht hatte. "Dort herrscht das reine Chaos, Zustände, von denen wir uns hier keine Vorstellung machen können", sagte ein Teilnehmer des Teams.", Quelle: Westerwälder Zeitung vom 12.01.2006, Seite 10.

04 Januar 2006

Spende für Kindergarten Staudt

Zitat: "Gottfried Meuer aus Staudt spendete 500 Euro aus den Einnahmen seines Buches "Geschichten" für den örtlichen Kindergarten. Der dem Kindergarten verbundene Autor ermöglichte damit die Anschaffung von Holzfahrzeugen für das Bauzimmer und einer Digitalkamera. Kinder, Eltern, Team und Ortsbürgermeisterin Waltraud Birk bedankten sich herzlich.", Zitat Ende. Quelle: Westerwälder Zeitung vom 04.01.2006, Seite 16.

27 Dezember 2005

Diebe stahlen Weihnachtsbäume

Zitat: "Brigitta und Burkhard Brenner aus Staudt fuchsen sich gewaltig über dreiste Diebe, die jedes Jahr zu Weihnachten ihr mit Tannenbäumen bewachsenes Grundstück in Montabaur-Elgendorf aufsuchen. Dabei werden nicht nur die Bäume gestohlen, sondern auch das Grundstück verwüstet, indem die Reste einfach liegen gelassen werden. "Waren es sonst ein bis zwei Bäume, sind es diesmal schon fünf Christbäume", ärgert sich Burkhard Brenner.", Zitat Ende. Quelle: Westerwälder Zeitung vom 27.12.2005, Seite 16.

21 Dezember 2005

"Landrats Min" wird 104 Jahre alt

Zitat: "Wilhelmine Görg aus Staudt ist erstaunlich rüstig - Noch mit 90 Jahren versorgte sie Freunde mit selbst gezogenem Gemüse

Bei den Einwohnern von Staudt ist sie nur als "Landrats Min" bekannt. Vor wenigen Tagen feierte Wilhelmine Görg nun ihren 104. Geburtstag. Und zahlreiche Gratulanten beglückwünschten die nach wie vor rüstige Frau.

HORBACH/STAUDT. Das Jahr 1901 war an Ereignissen reich: In England starb Königin Viktoria, in den USA wurde Theodore Roosevelt Präsident der Vereinigten Staaten, in München schrieb Thomas Mann "Buddenbrooks". Das erste Motorflugzeug der Welt erhob sich zwölf Meter hoch in die Luft und flog 900 Meter weit. Am 16. Dezember dieses denkwürdigen Jahres kam in dem kleinen Westerwalddorf Staudt Wilhelmine Görg als eines von neun Kindern einer Bauernfamilie zur Welt. Vor wenigen Tagen feierte sie, die noch immer erstaunlich rüstig ist, im Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach ihren 104. Geburtstag.

Es war eine karge, bitterarme Zeit, in die Wilhelmine Görg hineingeboren wurde. Fast alle Familien betrieben damals noch eine kleine Landwirtschaft, weil das Einkommen der Männer im Handwerk oder in einer der Erzgruben der Umgebung nicht zum Überleben reichte. Bereits als Kind lernte Wilhelmine Görg die harte Knochenarbeit auf den steinigen Westerwälder Äckern kennen. Ihr Vater zog über Land, um Waren zu verkaufen. Als er eines Tages nach Hause zurückkehrte und einen Schlips trug, stellte ihn einer der Gastwirte des Orts in der Kneipe als "Herrn Landrat" vor, ein Spaß, der der Familie ihren Spitznamen einbrachte. Bis heute ist Wilhelmine Görg bei ihren Staudter Mitbürgern nur als "Landrats Min" bekannt. Als sie neun Jahre alt war, starb der Vater. Die Mutter stand mit ihren Kindern, von denen nur fünf überlebt hatten, ganz alleine da. Fortan hieß es für alle noch kräftiger mit anpacken, um das tägliche Brot zu sichern. Im Ersten Weltkrieg fiel auch noch ein Bruder. Wilhelmine heiratete spät. Aus der Ehe ging ein (inzwischen verstorbener) Sohn hervor. Nach dem Tod des Ehemanns lebte sie allein in ihrem Haus, wo sie sich noch bis zum Alter von über 90 Jahren allein versorgte. Mit dem Gemüse, das sie im Garten anbaute, erfreute sie die ganze Nachbarschaft.

In ruhigen Stunden verfasste sie mit Vorliebe Gedichte für allerlei Gelegenheiten. Ein Gedicht, das sie einst zur Hochzeit ihrer Nichte Renate Herresthal geschrieben hatte, trug sie vor zwei Jahren anlässlich der Goldenen Hochzeit des Paars zur Überraschung der Gäste noch einmal vor. Zum 103. Geburtstag verriet sie ihr ganz persönliches Rezept für ein hohes Alter: "E Lewe lang viel schaffe, käne Alkohol und net roche."

Lächelnd nahm sie an ihrem 104. Geburtstag die Glückwünsche ihrer Verwandten, darunter einer 90-jährigen Nichte sowie einiger Groß- und Urgroßnichten und -neffen entgegen. Renate Herresthal, die sich einige Jahre lang um die in der Nachbarschaft lebende Tante gekümmert hatte, bis diese 1998 ins Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach umzog, schildert Wilhelmine Görg als einen Menschen, der stets bescheiden gelebt und sich nie in den Vordergrund gedrängt hat.

Zu den zahlreichen Gratulanten zählten neben Benno Heibel, dem Leiter des Horbacher Seniorenheims, auch Renate Daubach, Beigeordnete der Stadt Montabaur, Waldraud Birk, Bürgermeisterin der Ortsgemeinde Staudt, und Uli Schmidt, Beigeordneter des Westerwaldkreises und Ortsbürgermeister von Horbach, der die Glückwünsche des Ministerpräsidenten und des Landrats Weinert überbrachte.", Zitat Ende. Quelle: Westerwälder Zeitung vom 21.12.2005, Seite 19.